Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die sechs wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 14. November 2019

EUR/USD 1,0995

 

Der EUR/USD hat heute Morgen die 1,10-Marke leicht durchbrochen und steht aktuell bei 1,0995. Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell gestern Abend zur weiteren Geldpolitik in den USA konnten dem Devisenmarkt keine klaren Impulse geben. Dieser signalisierte erneut eine Zinspause in den USA, sofern sich die amerikanische Wirtschaft nicht unerwartet abschwächt. Nachdem die US-Notenbank Ende Oktober den Leitzins das dritte Mal in diesem Jahr gesenkt hatte, war von den Währungshütern bereits klar gestellt worden, dass zunächst keine weiteren Schritte zu erwarten sind. Marktbeobachter sprachen wie zuletzt von einer weiterhin breit angelegten Dollar-Stärke am Devisenmarkt, die den Euro im Verlauf etwas belastet habe. Neue Daten zur Preisentwicklung in Deutschland und in den USA konnten im Handelsverlauf kaum bewegen. In Deutschland hatte sich die Inflation im Oktober weiter abgeschwächt und mit 1,1 Prozent die niedrigste Rate seit knapp drei Jahren erreicht. In den USA war die Inflation hingegen leicht gestiegen und hatte im Oktober bei 1,8 Prozent gelegen. Heute stehen zum einen zahlreiche Wachstumsdaten aus dem Euroraum auf dem Programm. Veröffentlicht werden Zahlen zum dritten Quartal. Die technischen Indikatoren bleiben kurzfristig negativ. Nächstes Kursziel dürfte nun bei 1,0980 und 1,0950 liegen. Mit einer Gegenbewegung bis auf 1,1100 und vor allem 1,1180 (wichtiger Widerstandspunkt), muss jederzeit gerechnet werden. Trading-Range: 1,0980 – 1,1180.

Widerstände

1,1050

1,1120
Unterstützungen 1,0980 1,0950
EUR/CHF 1,0885

Der schwache Euro macht sich weiterhin auch gegenüber dem Schweizer Franken bemerkbar. Der Kurs des EUR/CHF fiel gestern unter die 1,09-Marke und steht aktuell bei 1,0885 und damit auf den tiefsten Stand seit einem Monat (siehe Bericht unten). Der Schweizer Franken gilt weiterhin unter Anlegern (wie auch der japanische Yen) als sicherer Rückzugsort in unruhigen Zeiten. Umgekehrt werden sie weniger nachgefragt, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten aufhellt. Die technischen Indikatoren zeigen ganz klar nach unten und dürften erst bei einem Durchbruch bei 1,1040 auf positiv drehen und höhere Kurse bis auf 1,1080 avisieren. Unten sehen wir Unterstützungen bei 1,0880 und 1,0850. Trading-Range: 1,0880– 1,0980.

Widerstände

1,0980

1,1040

Unterstützungen 1,0880 1,0850
USD/CHF 0,9900

Der starke Schweizer Franken macht sich auch gegenüber dem US-Dollar bemerkbar. Der Kurs schwächte sich erneut leicht ab und wird aktuell bei 0,9900 gehandelt. Die technischen Indikatoren zeigen solange wir die Parität nicht klar durchbrechen, weiterhin nach unten (mit Kursziele bei 0,9850 und 0,9820). Oben sehen wir Widerstände bei 0,9940 und 1,0000. Trading-Range: 0,9820– 1,0000.

Widerstände

0,9970

1,0000
Unterstützungen 0,9890 0,9850
USD/JPY 108,70

Der USD/JPY verliert den vierten Tag an Wert und ist bis auf 108,70 gerutscht. Der japanische Yen (wie auch der Schweizer Franken) gilt weiterhin unter Anlegern als sicherer Rückzugsort in unruhigen Zeiten. Umgekehrt werden sie weniger nachgefragt, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten aufhellt, was im Moment wieder der Fall ist. Die technischen Indikatoren dürften bei einem klaren Durchbruch bei 109,40 höhere Kurse bis auf 110,00 avisieren. Korrekturen nach unten bis auf 107,50 und 106,80 ist wieder jederzeit möglich. Trading-Range: 108,20– 110,00.

Widerstände

109,40

110,00
Unterstützungen

108,20

107,50
GBP/USD 1,2830

Das britische Pfund schwächte sich gestern erneut etwas ab und steht aktuell bei 1,2830. Ein klarer Durchbruch unter 1,2800 dürfte das Cable in den nächsten Tagen weiter abschwächen und die Region 1,2770 und 1,2720 testen. Jede Meldung über den Brexit wird weiterhin einen Einfluss auf das britische Pfund haben, ob positiv oder negativ. Trading-Range: 1,2700 – 1,3000.

Widerstände 1,2950 1,3000
Unterstützungen

1,2800

1,2700

Euro-Franken-Kurs fällt unter die 1,09-Marke

 

 

Marktteilnehmer erklären die höhere Nachfrage nach dem Franken mit dem Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China.

Der Schweizer Franken hat gestern im Verlauf des Handels zu beiden Hauptwährungen zugelegt. Das Währungspaar Euro-Franken fiel am frühen Nachmittag unter die Marke von 1,0900 bis auf 1,0895 und damit auf den tiefsten Stand seit anfangs Oktober.

Unsicherheit wegen Handelsstreit

Marktteilnehmer erklären die höhere Nachfrage nach dem Franken mit der wieder aufgekommenen Unsicherheit über den Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend mit zusätzlichen Strafzöllen gedroht, falls keine Einigung zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt zustande komme. Auch hatte SNB-Präsident Thomas Jordan einmal mehr erklärt, dass der Franken hoch bewertet sei. In einem Austausch mit dem Bundesrat sagte er, dass angesichts der anhaltenden hohen Bewertung des Schweizer Frankens die Geldpolitik mit Negativzins und Interventionsbereitschaft unverändert notwendig sei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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