Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die sechs wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 20. Juni 2019

EUR/USD 1,1270

Der Kurs des EUR/USD ist gestern Abend nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bis auf 1,1270 gestiegen. Vorher kletterte die Gemeinschaftswährung bereits über die Marke von 1,1220 und baute ihre Gewinne dann im New Yorker Handel aus, als die Währungshüter die Tür für baldige Zinssenkungen weit öffneten (siehe Bericht unten). Die technischen Indikatoren dürften bei einem Durchbruch bei 1,1280 auf positiv drehen und höhere Kurse bis auf 1,1350 avisieren. Mit Korrekturen nach unten bis auf 1,1150 und 1,1100 muss jederzeit gerechnet werden. Bei einem Tagesschluss unter 1,1080 erwarten wir einen schwächeren Kurs bis auf 1,1000. Trading-Range: 1,1150 – 1,1350.

Widerstände

1,1280

1,1350
Unterstützungen 1,1220 1,1150
EUR/CHF 1,1155

Mit 1,1155 zeigt sich heute der Euro gegenüber dem Schweizer Franken weit unter der 1,12-Marke. Der Schweizer Franken gilt weiterhin als sicherer Hafen für Anleger. Positive Signale, die für einen stärkeren Euro sprechen würden, sind derzeit nicht erkennbar. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir unter 1,1280 und 1,1300 bleiben, weiterhin nach unten mit einem neuen Kursziel von 1,1140 und 1,1110. Oben sehen wir neue Widerstände bei 1,1250 und 1,1280. Trading-Range: 1,1110– 1,1250.

Widerstände

1,1250

1,1280

Unterstützungen 1,1140 1,1110
USD/CHF 0,9900

Der US-Dollar schwächte sich gestern Abend auch gegenüber dem Schweizer Franken und fiel bis auf 0,9900, nachdem es am Morgen noch über der Parität notiert hatte. Mit weiteren Bewegung nach unten bis auf 0,9850 und 0,9800 muss auch heute gerechnet werden. Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin nach unten und dürfte erst bei einem klaren Durchbruch bei der psychologisch wichtigen Marke Parität, auf positiv drehen und höhere Kurse bis auf 1,0050 und 1,0100 avisieren. Trading-Range: 0,9850– 1,0000.

 

Widerstände

0,9950

1,0000
Unterstützungen 0,9880 0,9850
USD/JPY 107,55

Einen reflexartigen Sprung nach oben hat der als sicher geltenden Yen auch gegenüber dem US-Dollar gemacht. Der Dollar verbilligte sich von 108,30 bis auf 107,50. Ein Tagesschluss unter 107,50 würde eine weitere Bewegung bis auf 106,80 signalisieren. Oben warten wir auf einen nachhaltigen Durchbruch bei 109,25 um eine weitere Bewegung bis auf 110,00 zu sehen Trading-Range: 106,80– 109,25.

Widerstände

108,20

109,25
Unterstützungen

107,50

106,80
GBP/USD 1,2700

Die aktuelle Dollar-Schwäche macht sich auch beim britischen Pfund bemerkbar. Aktuell wird das Cable bei 1,2700 umgesetzt und damit über einem Prozent höher als gestern. Die gestern veröffentlichten Daten aus Grossbritannien zeigten, dass die Inflation im Mai in Großbritannien auf 3% angesprungen ist und damit etwas stärker als erwartet. Heute wird die Bank of England ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben. Auch hier wird keine Zinsänderung erwartet. "Unser Basisszenario deutet auf eine verhaltene Reaktion im Sterling hin. Einseitige Kursbewegungen im Britischen Pfund bleiben eher eine Funktion der politischen Rahmenbedingungen in Grossbritannien und des globalen Risikoumfelds", so die Analysten von TD Securities. Die technischen Indikatoren zeigen trotz dieser starken Bewegung nach oben, weiterhin nach unten mit einem Kursziel bei 1,2480. Ein nachhaltiger Ausbruch über 1,2770 könnte jedoch den Anstoss für eine Bewegung bis auf 1,3000 signalisieren. Zusätzlich für Bewegung dürfte weiterhin jede Meldung positiv oder negativ über den Brexit sorgen. Trading-Range: 1,2480 – 1,2770.

Widerstände 1,2720 1,2770
Unterstützungen

1,2650

1,2600
Dollar schwächt sich nach US-Zinsentscheidung ab

An den Finanzmärkten wird angesichts der Handelskonflikte und der konjunkturellen Abschwächung schon seit längerem auf Leitzinssenkungen spekuliert. Wie erwartet gab es zwar von der Fed noch keine Ankündigung einer geldpolitischen Lockerung, aber die von vielen erwartete Einstimmung der Finanzmärkte auf baldige Zinssenkungen. Die Unsicherheiten für den wirtschaftlichen Ausblick hätten zugenommen, teilte die Notenbank in Washington mit. Man werde daher neue Informationen genau beobachten und "angemessen handeln", um die wirtschaftliche Expansion zu stützen. Anfang Mai hatte die Fed noch davon gesprochen, dass man bei der Festlegung der Geldpolitik "geduldig" sein werde. Damit verfestigt sich die Tendenz, dass die Notenbanken derzeit an den Finanzmärkten wieder das Ruder in der Hand haben. EZB-Präsident Mario Draghi hatte bereits am Vortag klare Signale für eine erneute Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone gegeben und so den Euro unter Druck gesetzt. Die Verluste machte die Gemeinschaftswährung am Mittwoch mehr als wett.

 

 

 

 

 

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