Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die fünf wichtigsten Währungspaare plus die boomende Kryptowährung Bitcoin.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser, stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 28. Oktober 2020, 10.00 Uhr

EUR/USD 1,1770 – Tendenz: neutral

Der EUR/USD hat gestern Abend die Marke von 1,1800 nach unten durchbrochen und fiel bis auf 1,1770. Die steigende Zahl der Coronavirus-Infektionen in Europa belastet die Stimmung weiterhin im Währungsbereich. Nachdem das Währungspaar am vergangenen Freitag bei 1,1860 seinen höchsten Wochenschluss seit fast zwei Monaten verbuchte, kehrte es anfangs Woche um. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1780 umgesetzt.

Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin einen Seitwärtstrend an und dürften erst bei einem Durchbruch oben bei 1,1880 auf positiv und unten bei 1,1680 auf negativ drehen. Trading-Range: 1,1750-1,1880.

Widerstände 1,1840 1,1880
Unterstützungen 1,1740 1,1680
EUR/CHF 1,0710 – Tendenz: neutral

Der EUR/CHF zeigt sich weiterhin von seiner schwachen Seite, bleibt aber in seinem Range zwischen 1,0700 und 1,0750, aktuell steht das Währungspaar bei 1,0710. Bei einem Tagesschluss unter der Marke von 1,0680 würden die technischen Indikatoren auf negativ drehen und tiefere Kurse bis auf1,0640 und 1,0580 avisieren. Die technischen Indikatoren zeigen – solange wir oberhalb der Marke von 1,0680 bleiben – neutral mit Kurszielen bei 1,0750 und 1,0800; unten sehen wir Unterstützungen bei 1,0680 und 1,0640. Trading-Range: 1,0680-1,0750.

Widerstände 1,0750 1,0800
Unterstützungen 1,0680 1,0640

USD/CHF 0,9090 – Tendenz: 

Auch in einem engen Range zwischen 0,9000 und 0,9100 bewegt sich seit Tagen der USD/CHF. Aktuell steht der Kurs bei 0,9090.  Die technischen Indikatoren zeigen – solange wir unter der Marke von 0,9210 bleiben - weiterhin nach unten. Oben sehen wir den nächsten wichtigen Widerstand erst bei 0,9140 und 0,9210. Trading-Range: 0,9000-0,9210. 

Widerstände 0,9140 0,9210
Unterstützungen 0,9025 0,8980
USD/JPY 104,25 – Tendenz: 

Der USD/JPY ist gestern leicht unter Druck geraten und hat mit 104,25 ein neues Oktober-Tief erreicht. Die Aussichten bleiben negativ und nach Meinung der Devisenstrategen ist in den nächsten Tagen ein Rückgang bis 103,40 zu erwarten. Die technischen Indikatoren zeigen – solange wir unter der Marke von 108,20 bleiben – weiterhin nach unten. Trading-Range: 103,40-106,00.​​​​​​​

Widerstände 105,00 106,00
Unterstützungen 104,00 103,40
GBP/USD 1,3050 – Tendenz: neutral

Der Kurs des GBP/USD hat sich über der Marke von 1,3000 etabliert und steht aktuell bei 1,3050 und damit auf ähnlichem Niveau wie gestern. Die technischen Indikatoren zeigen solange wir über 1,2950 bleiben weiterhin Seitwärts. Ein Tagesschluss über der wichtigen Marke von 1,3100 würden die Indikatoren nach oben drehen und höhere Kurse bis auf 1,3200 und höher. Mit weiteren Korrekturen bis auf 1,2950 muss jederzeit gerechnet werden. Trading-Range: 1,2950-1,3200.​​​​​​​

Widerstände 1,3100 1,3200
Unterstützungen 1,2950 1,2900

Diese Währungen sind die Gewinner der Corona-Krise

 

Seit Beginn der Corona-Krise sind viele Währungen unter Druck. Am robustesten haben sich drei europäische Devisen gezeigt. Der Schweizer Franken gehört nicht dazu.

Der CHF ist in Krisen gefragt. An dieser fast schon ewiggültigen Erkenntnis ändert sich prinzipiell auch in der Coronakrise wenig. Die Schweizer Währung bleibt eine der stärksten der Welt, doch was ein wenig erstaunen mag: «Sie ist nicht die stärkste von allen».
Betrachten wir die Schwedische Krone (SEK): Dies liegt vermutlich weniger an der schwedischen Corona-Politik, die auf Lockdowns verzichtete und über deren Vor- und Nachteile seit Monaten heftigst debattiert wird. Vielmehr ist Schweden für Anlagen attraktiv, weil das Land relativ schwach verschuldet ist. Dazu hat die SEK - ähnlich wie der CHF - seit Jahren einen Status als «sicheren Hafen» für Anleger in stürmischen Marktzeiten.
Neben der schwedischen Währung haben auch die Dänenkrone (DKK) und der EUR mit 1,5% respektive 1,1 % gegenüber dem CHF aufgewertet. Dies macht den EUR zum eigentlichen Sieger (die dänische Währung ist in einem engen Band an den EUR gekoppelt). Die viel kritisierte Einheitswährung Europas hat sich also als erstaunlich stark erwiesen.
 

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