Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die fünf wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser, stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 05. August 2020

EUR/USD 1,1810

Erneut zeigte sich am Devisenmarkt eine breitangelegte Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Der Kurs ist erneut über die Marke von 1,1800 gestiegen und wird aktuell bei 1,1810 gehandelt. Marktbeobachter erklärten die Kursverluste der amerikanischen Währung mit dem langwierigen politischen Ringen in Washington über ein neues Corona-Hilfspaket. Demokraten und Republikaner haben sich bisher nicht auf weitere Massnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einigen können. Finanzminister Steven Mnuchin hatte zuletzt gesagt, das bis Ende der Woche eine Einigung angestrebt werde. Die technischen Indikatoren zeigen solange wir oberhalb der 1,16-Marke bleiben, weiterhin nach oben mit Kurszielen bei 1,1850 und 1,1900. Trading-Range: 1,1700-1,1850.

Widerstände 1,1850 1,1880
Unterstützungen 1,1770 1,1740
EUR/CHF 1,0780

Zum Schweizer Franken ist der Euro wieder unter die Marke von 1,0800 gefallen. Das Währungspaar notiert aktuell bei 1,0780. Die technischen Indikatoren zeigen – solange wir oberhalb der Marke von 1,0680 bleiben – weiterhin nach oben mit Kurszielen bei 1,0820 und 1,0880. Unten sehen wir Unterstützungen bei 1,0680 und 1,0640. Trading-Range: 1,0680-1,0840.

Widerstände 1,0840 1,0880
Unterstützungen 1,0740 1,0680

USD/CHF 0,9125

Der USD/CHF hat sich seit gestern leicht abgeschwächt und steht aktuell noch knapp über der 0,91-Marke. Wir erwarten weiter einen schwächeren USD bis auf 0,9000. Die technischen Indikatoren bleiben negativ mit Kurszielen bei 0,9050 und 0,9000. Trading-Range: 0,9050-0,9240. 

Widerstände 0,9180 0,9240
Unterstützungen 0,9100 0,9050
USD/JPY 105,65

Weiter in einem Range zwischen105,40 und 106,20 bewegt sich im Moment der USD/JPY. Wir erwarten eine Abschwächung des USD/JPY bis auf 105,00 und 103,90, da der Yen in Krisenzeiten gesucht wird. Die technischen Indikatoren zeigen solange wir unter der Marke von 108,20 bleiben, weiterhin nach unten. Oben sehen wir einen starken Widerstand bei 107,50 und 108,20. Trading-Range: 103,90-107,50.

Widerstände 106,40 106,90
Unterstützungen 105,00 103,90
GBP/USD 1,3085

In einem engen Range zwischen 1,3025 und 1,3080 bewegt sich seit anfangs Woche das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar. Nachdem das Cable letzte Woche mit 1,3169 den höchsten Stand seit März dieses Jahres erreicht hatte, schwächte sich das Währungspaar wieder unter die 1,31-Marke. Aktuell steht der Kurs bei 1,3085. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir oberhalb der wichtigen 1,30-Marke bleiben, weiterhin nach oben, mit Kursziel bei1,3200. Mit weiteren kleineren Korrekturen nach unten muss jederzeit gerechnet werden. Trading-Range: 1,3000-1,3200.

Widerstände 1,3150 1,3200
Unterstützungen 1,3050 1,3000

Goldpreis steigt erstmals über 2'000 US-Dollar

Der Goldpreis ist gestern erstmals über 2000 US-Dollar gestiegen. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erreicht aktuell mit 2030 Dollar einen neuen Rekordwert.
Händler verwiesen auf wachsende Spekulationen, dass sich die US-Regierung und der Kongress auf ein neues Konjunkturpaket einigen könnten. Dies würde für noch mehr Liquidität in den Märkten sorgen und so auch die Nachfrage nach Gold als Inflationsschutz weiter antreiben. "Die Motivation, Liquidität in Gold zu schieben, bleibt für Anleger hoch. Unterstützung hierfür kommt weiter aus dem Umfeld mit niedrigen oder negativen Zinsen." Bereits am 27. Juli hatte der Goldpreis seinen alten Höchststand von 1921 Dollar übersprungen. Erreicht wurde er im Spätsommer 2011, als an den Finanzmärkten die Euro-Krise tobte. Jetzt sorgt die Corona-Krise, die die ganze Welt betrifft und die Wirtschaft schwer belastet, für Verunsicherung. Zuletzt nahm die Zahl der Neuinfektionen weiter zu und der weitere Verlauf der Krise ist höchst unsicher.

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